Gute Laune essen!

07.02.2020

Fünf Lebensmittel gegen das Stimmungstief

Wenn es draußen ungemütlich, nass, kalt und lange dunkel ist, möchte man sich am liebsten den ganzen Tag im Bett verkriechen. Oder noch besser: gleich Winterschlaf halten. Um dem Stimmungstief in der dunklen Jahreszeit entgegenzuwirken, können bestimmte Lebensmittel helfen. Essen macht bekanntermaßen glücklich – aber einige Lebensmittel sind bessere Stimmungsaufheller als andere.

1. Vitamin-D-Bomben

Das Sonnenhormon Vitamin D ist an vielen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. Ein Mangel an diesem Vitamin kann unter anderem zu Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Infektanfälligkeit und Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen führen.

Mithilfe direkter Sonneneinstrahlung auf die Haut kann unser Körper Vitamin D selbst herstellen. Die kommt in der dunklen Jahreszeit jedoch viel zu kurz, weshalb nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung rund 80 Prozent der deutschen Bevölkerung in den Wintermonaten an einem Vitamin-D-Mangel leiden.

Mit Lebensmitteln, die reich an Vitamin D sind, lässt sich die Sonne jedoch leicht auf den Teller holen. Dazu gehören vor allem Fettfische, wie Lachs oder Hering, Innereien, Eigelb, Milch, Käse und Butter. Bei den pflanzlichen Lebensmitteln sind vor allem Avocados und Pilze Lieferanten von Vitamin D, die für einen Stimmungskick sorgen.

2. Serotonin-Früchte

Im Winter sollten häufiger Ananas, Bananen und Pflaumen auf dem Speiseplan stehen. Sie versüßen uns nicht nur das Müsli am Morgen oder die Zwischenmahlzeit, sondern regen auch die Produktion des Glückshormons Serotonin an. Das hebt die Stimmung und gibt dem Körper einen Energieschub. Und ganz nebenbei nehmen wir mit den Früchten auch noch wichtige Vitamine und Mineralstoffe auf. Vor allem die Banane mit ihrem hohen Kalium- und Magnesiumgehalt ist nicht umsonst ein beliebter Sportlersnack, diese Nährstoffe sind wichtig für die Muskeln und das Herz.

Heidel- bzw. Blaubeeren enthalten viele Flavonoide, die ebenfalls stimmungsaufhellend wirken. Ohnehin gelten die Beeren wegen ihres hohen Gehalts an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen als Superfood. Ihre Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend, antibakteriell, neutralisieren freie Radikale, stärken das Immunsystem und können sogar die Zell- bzw. Hautalterung verlangsamen. Neben großen Mengen an Vitamin C, A, B, E und Betacarotin enthalten Heidelbeeren auch viele Mineralstoffe, wie Eisen, Kalzium, Magnesium und Kalium.

3. Grünes Glück

Grünes Gemüse enthält große Mengen Folsäure, die zusammen mit Vitamin B, Tryptophan und ungesättigten Fettsäuren die Serotoninproduktion anregt. Daher sollten im Winter regelmäßig Avocado, Bohnen, Mangold, Spinat und andere grüne Gemüse auf dem Teller landen. Spinat enthält zusätzlich eine beachtliche Portion Magnesium, das eine entspannende und angstlösende Wirkung hat. Die Gemüse sind nicht nur grüne Schlankmacher, sondern auch echte Glücklichmacher.

4. Vollkornpower

Kohlenhydrate machen satt und glücklich, auf ihren Verzehr reagiert das Belohnungszentrum im Gehirn sofort und sorgt für wohlige Zufriedenheit. Vollkornprodukte sind dabei nicht nur die gesündere Wahl, sie kurbeln auch die Serotoninproduktion am stärksten an. Sie sind reich an Ballaststoffen und Vitamin B, senken den Spiegel des Stresshormons Cortisol und sorgen für eine bessere Aufnahme der Aminosäure Tryptophan. Diese wiederum ist eine Vorstufe des Glückshormons Serotonin – je mehr Tryptophan aufgenommen werden kann, desto mehr Serotonin kann daraus produziert werden. Vollkornprodukte sollten nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung täglich auf dem Speiseplan stehen, egal ob in Form von Vollkornbrot, -nudeln, -reis oder auch Quinoa.

5. Omega-3-Lieferanten

Omega-3-Fettsäuren sind essenzielle Fettsäuren, die das Herz schützen und die Gehirnfunktion verbessern. Außerdem reduzieren sie das Risiko, an einer Depression zu erkranken und steigern das allgemeine Wohlbefinden. Vor allem Fisch enthält viele der ungesättigten Fettsäuren, insbesondere fettreicher Fisch, wie Hering, Lachs und Makrele. Es gibt jedoch auch gute pflanzliche Omega-3-Lieferanten, dazu gehören vor allem Algen, Leinöl, Walnussöl, Chia-Samen und Soja. Omega-3-reiche Lebensmittel sollten generell mindestens einmal pro Woche auf dem Speiseplan stehen, in der dunklen Jahreszeit eher noch häufiger.

 

Quelle: shape UP fitness 1/2020
Abbildung: Lisovskaya Natalia / shutterstock.com

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